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Das Göttliche in der Sprache

Oder: Die Sprache und ich

Wenn mich in meinem Dasein irgend etwas begründet, so ist es die Sprache. Die Sprache und die Schrift als ein mich stets prüfender Ausdruck meiner Sprache.

Wenn ich irgend etwas danke, so denke ich in Sprache und durch Sprache.

Wenn ich irgend etwas glaube, so glaube ich durch Sprache.

Wenn ich irgend etwas fühle, so fühle ich dies meistens – ja – auch durch Sprache. Wobei ich die Musik auch zu einer Form der Sprache rechne. (Musik als Dichtung, als Gedicht.)

Die Sprache und mein Leben

Wenn ich den Rest meines Lebens plane, so tue ich das mittels der Sprache. Und wenn ich mein bisheriges Leben betrachte, so tue ich dies auch durch Sprache. Durch Sprache und durch erinnerte Bilder, die ch mir durch Sprache verständlich werden lasse.

Mein ganzes Leben scheint mir durch Sprache geleitet zu sein. Ich lebe als ein Teil gelebter Sprache, die ich vom Leben erhielt. Und wenn ich dem Leben dankbar etwas zurückgeben darf, so wird auch dies nur durch Sprache geschehen können. Durch Sprache und durch irgendeine Variante ihrer Vermittlung.

Die Sprache und meine Freunde und Verwandten

Wenn ich meinen Freunden und (Seelen-) Verwandten nah sein kann, so kann ich dies nur durch Sprache. Durch Sprache und durch überlieferte Schrift und Schriften, die mich die sprachlichen Gedanken meiner Vorgänger erahnen lassen. Bei mir sind dies im Besonderen Sokrates, Platon und zahlreiche spätere Philosophen und Denker, die mich durch Sprache aufsuchen und die ich durch Sprache besuchen darf.

Die Sprache: Das uns alle Verbindende!

Uns alle verbindet als Einziges: Die Sprache! Egal in welcher Form die Sprache nun niedergelegt und überliefert wurde.

Und auch meine Verbindung zu meinen gegenwärtigen Freunden ist die Verbindung durch Sprache. Die Sprache ermöglicht mir potentiell, mich mit allen Menschen der Welt zu verbinden.

Was bin ich mehr als Sprache?

Was also bin ich mehr als Sprache? – Von meinen nur körperlichen Funktionen einmal abgesehen.

Und was gibt es Höheres in mir als Sprache? Könnte es überhaupt etwas Höheres in mir geben?

Könnte es überhaupt irgend etwas Höheres als Sprache geben?

Das Göttliche in der Sprache

Wenn ich diese letzte Frage mit: „Es gibt nichts Höheres“ beantworte, so werde ich die Sprache doch als etwas ursprünglich Schöpfendes, Göttliches bezeichnen dürfen. Oder sogar als etwas Göttliches bezeichnen müssen.

Ich muss, weil ich kann und weil ich will. Und weil ich nicht anders kann!


Das Göttliche in der Sprache
Das Göttliche in der Sprache

Kein Wunder also, dass ich neben dem Denken (SokratesBerlin) das Schreiben (Schreiben in Berlin) so sehr schätze!

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