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Allumfassende Liebe erlernen

Für Freundin Heidi ♥

Geliebte Freundin Heidi,
Verehrte weise Diotima!

Da hast Du mir durch Deinen freundlichen Hinweis, Deine liebevolle Erinnerung, einen so wertvollen Dienst erwiesen!

Rätselte und zweifelte ich doch schon seit Jahren, ach – mein ganzes Leben lang, wie diese Sache mit der Nächstenliebe und vor allem dieser vielbeschworenen allumfassenden Liebe denn Wirklichkeit werden könne!

Denn erlebt und gelebt hätte ich das ja schon lange wirklich nur allzu gerne. Schien und scheint mir die Grundhaltung einer allumfassenden Liebe doch soviel wertvoller zu sein als der ständig skeptische, verdächtige Blick auf jede und jeden.

Allein – ich stand ratlos vor diesem großen Wunsch und hatte keinerlei Idee, wie ich ihn mir erfüllen sollte, wie ich ihn mir erfüllen könnte.

Sehnsucht nach allumfassender Liebe

Also wartete ich sehnsüchtig darauf, dass doch diese Liebe als Liebesgefühl zu mir käme, dass ich doch endlich auch diese allumfassende große Liebe zur ganzen Welt und zu allen Menschen in mir spüren könnte. Aber da tat sich gar nichts.

Eher das Gegenteil war der Fall: Je genauer ich mir die Welt mit ihren Menschen betrachtete, desto mehr Ekel stieg in mir auf. So dass ich die ganze Betrachterei letztlich fast ganz einstellte und nur noch in meinem eigenen inneren Kosmos lebte. Was mir als introvertiertem Menschen nebenbei ohnehin eine sehr leichte Übung war und eine sehr liebenswerte, verführerische noch dazu. Was gibt es für mich Herrlicheres, als in meiner eigenen wunderbaren Welt, in meinem magisch-zauberhaften Kosmos, in meinem Elfenbeinturm zu leben?

Allumfassende Liebe – Eine Aufgabe!

Nun, liebe Heidi, die Aufgabe, die Du mir stelltest, war ja die, nicht abwartend auf die allumfassende Liebe als ein mich ergreifendes, tiefes Liebesgefühl zu warten. Sondern die Liebe als meinen Sinn des Lebens anzunehmen: Die Liebe anzunehmen als meinen Auftrag, meine Berufung, meine Aufgabe, meine Pflicht.

Das konnte ich nun endlich, nach so vielen Jahren vergeblicher Suche am falschen Ort!, verstehen. Und so übe ich mich, selbst wenn es eng hergeht, in einer liebenden, wohlwollenden Grundhaltung gegenüber allen Menschen, die mir begegnen. Das kann ich. Und ich bin auch gerne bereit, den mir begegnenden Menschen im Sinn dieser neu gewonnenen Grundhaltung Gutes zu tun – aber dazu war ich, wie ich glaube, schon immer bereit. So dass es also gar keine riesige Umstellung für mich bedeutet, mich nun in meinem neuen Lebenskonzept zu versuchen, mein neues Konzept schrittweise zu leben. Aber freilich: Ich muss noch üben!

Allumfassende Liebe – Die Wandlung

Was ist nun der Unterschied zu meiner bisherigen Haltung, der Sinn meines Lebens bestehe darin, Harmonie und Ordnung in der Welt zu verwirklichen? – Inhaltlich ist der Unterschied gar kein großer; fast gar keiner. Nur dass nun meine Achtsamkeit weniger auf die abstrakten Sinnebenen Harmonie und Ordnung gerichtet ist, sondern mehr auf den konkreten, Harmonie und Ordnung verwirklichenden Menschen. Hieraus ergibt sich für mich neben dem rationalen Bezug auch noch ein sinnlicher, emotionaler Bezug, der meine innere Haltung wesentlich erleichtert. Auf meine Entwicklung in dieser Hinsicht bin ich sehr gespannt.

Die ersten Erfolge kann ich jedenfalls schon verzeichnen: Ich bin entspannter, nicht ständig in dieser skeptischen Hab‘-Acht-Haltung und mir wird im Gegenzug auch viel Ruhe und Freundlichkeit entgegengebracht, was ich sehr genießen kann. Klar, „Wie man in den Wald hineinruft, …“!

Allumfassende Liebe – Großer Dank an Dich!

Dir, liebe Heidi, verehrte Diotima, bin ich jedenfalls für Deinen ermutigenden, so schön vorgebrachten Hinweis sehr dankbar. Und ich wünsche mir und uns allen, dass Du noch viele Menschen auf dieser Welt mit Deinen Gedanken verzaubern wirst!

Dein Michael

PS: Heidi hat einen Blog begonnen mit dem vielversprechenden Titel: Liebe ist kein Gefühl




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