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Psychotherapie und Sokratischer Dialog

Wie Sokrates es tat …

Kann es überhaupt eine hilfreichere Methode der Gesprächs-Psychotherapie geben als die, die bereits Platon in seinen Sokratischen Dialogen in groben Zügen umrissen hat? Nämlich ein Aufbauen, neuer, besserer und besser lebbarer Denk- und Lebensperspektiven in den Schritten:

  • Aufbauen einer vertrauensvollen (Gesprächs-) Beziehung oder ein Wiedererinnern an diese.
  • Sorgsames Zuhören um das Anliegen und die Gedankenwelt des Klienten bzw. der Klientin möglichst gut (treffend) verstehen zu können.
  • Unklarheiten in dieser Gedankenwelt zu erfragen um auch diese zu erfassen und bereits mögliche interne Widersprüche, die das Leben erschweren, gemeinsam zu finden.
  • Gemeinsam suchen, welche Werte in den Gedanken und Berichten des Klienten bzw. der Klientin verhandelt werden.
  • Exploration der Werte und des Wertesystems des Klienten bzw. der Klientin.
  • Bei Bedarf, d.h. falls der Klient / die Klientin nicht bereits eigene verbessernde Korrekturen des Denkens eingeleitet hat, Unterstützung beim Klären der Werte anbieten. Was dann erfolgen kann, ist eine Sequenz des klassischen Sokratischen Dialogs oder mehrere Sequenzen.
  • Die Bekräftigung der Sicherheit und Verlässlichkeit der Beratungs-Beziehung durch eine Sicherung des Verständnisses der Gemeinsamkeit in der gemeinsamen Suche.

Dem Klienten bzw. der Klientin wird dadurch die Möglichkeit gegeben, das eigene Denken zu ordnen, ev. kleinere oder größere Denkfehler selbst zu erkennen und selbst oder gemeinsam eine neue Perspektive aufzubauen.

Wichtig bei all dem ist, und auch das können wir schon von Sokrates / Platon lernen, eine freundschaftliche, vertrauensvolle Beziehung, die auch zur Not unangenehme Fragen aushalten kann.

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